Uralt-Ultras installieren Ombudsmann

Die Zeiten, wo die drei UU-Gründer ihre Unstimmigkeiten unter sich aussitzen konnten, gehört der Vergangenheit an. Aufgrund der Öffnung der Grenzen und dem unverhofften Zustrom neuer Mitglieder, musste gehandelt werden. „Die Ordnung darf nicht aus den Fugen geraten!“, forderte der einstige Alleinherrscher, Happo I, beim Frühstücksfernsehen mit belegter Stimme sowie belegtem Brötchen. Geschäftsführer und Ehrendoctor Pottwahl entwarf umgehend eine Stellenbeschreibung, welche Sicherheitsnadel Sir Manni auf seiner Amtsstube juristisch-formal unangreifbar auf einem Bierdeckel umzwitschte. Kaum war das Stellengesuch online, lag die Bewerbung von Neumitglied Traumzauberer im Postfach. Sauber, wortgewandt und emotinal begründete er seinen Wunsch, den Posten des Ombudsmannes bei den Uralten zu bekleiden. „Ursprünglich wollte ich mal Feuerwehrmann werden, aber der Job schlaucht einfach zu sehr. Dann schulte ich um und wurde Omnibusfahrer“.  Schon mit dieser Einleitung war das Eis gebrochen. Als der Öl-Multi dann weiter im Text seine Liebe zu den Schiedsrichtern glaubhaft betonte, war die Entscheidung praktisch gefallen. Traumzauberer bekam seinen Traumjob. Er ist der Ombudsmann der Uralt-Ultras. „Ich freue mich riesig, über das entgegengebrachte Vertrauen. Dieser Job wird super bezahlt und man hat so gut wie nichts zu tun. Denn die Uralten sind alle friedfertig und leicht zu lenken“, strahlte er auf seiner Videobotschaft.

Eine Fehleinschätzung, wie sich bereits wenige Stunden später herausstellte.

Wie sooft unter Eheleuten und Freunden, entfachen Banalitäten oft hefitge Krisen. Arnd K-F, alias immerwiederrwe, weigerte sich beharrlich, zur anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung  in einer politsch neutralen Kleidung  zu erscheinen. Ein grober Verstoß gegen die Grundregeln der Uralten. Es kam bereits zu leichten Schubsereien unter den Mitgliedern. Zeugen wollen mehrere gestreckte Mittelfinger bei der hitzigen Diskussion gesehen haben. Ganz klar, hier musste der Ombudsmann eingreifen.

Und er bewies, dass er zurecht den Posten inne hat. Bei frisch gezapftem Stauder und zahlreichen Frikadellen, (halbdurch gebraten – zurückhaltend gewürzt) lenkte er umsichtig durch das dringend notwendige Klärungsgespräch. Immerwiederrwe kam in Begleitung seiner Anwältin und Lebensgefährtin, Fürstin Barbara von und zu Bayern, welche das uneingeschränkte Vertrauen ihres Mandanten besitzt und argumentativ nur schwer zu überwinden zu sein scheint. Aus Datenschutzgründen darf und kann an dieser Stelle nichts über den Inhalt des Treffens veraten werden. Die Fürstin war mit dem Verlauf des Klärungsgepräches allerdings sehr zufrieden. „Mein Mandant wollte mir zu liebe als Markus Söder auftreten, weil ich den doch so putzig finde. Mehr steckte da nicht hinter“, sprachs, winkte den frierenden Reportern zu und sauste mit einem Vierzylinder-Fünf-Takter-Taxi von dannen. Angeblich befinden sich Ombudsmann Stefan und Ex-Markus Arnd weiterhin in intensiven Diskussionen im Brenner, Tisch 12a.

Gut, dass die Uralten einen Ombudsmann installiert haben und der Hüne Arnd, eine Knickerbocker trägt. Denn, hängt die Scheiße noch so locker, alles hält die Knickerbocker.

 

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